Webauftritt

webauftritt

Inhalt

Als freiberuflicher Musiker einen eigenen Webauftritt zu haben, ist heute nicht nur eine absolute Notwendigkeit, sondern auch die ideale Möglichkeit Werbung zu betreiben. Wer heute noch glaubt, eine Webseite vor allem deshalb unterhalten zu müssen, weil es andere ja auch machen, unterschätzt, welche Chancen sich damit verbinden. Wer den Aufbau der eigenen Seite als lästigen Mehraufwand betrachtet, auf den man am liebsten verzichten würde, verkennt die vielen hilfreichen Möglichkeiten, die dieses Instrument der Selbstdarstellung mit sich bringt.
 
buchen eu     buchen non eu

 

Modul: Der erfolgreiche Webauftritt

Dozent: Martin Möller

Website für Musiker – Notwendigkeit oder Chance?

Als freiberuflicher Musiker einen eigenen Webauftritt zu haben, ist heute nicht nur eine absolute Notwendigkeit, sondern auch die ideale Möglichkeit Werbung zu betreiben. Wer heute noch glaubt, eine Webseite vor allem deshalb unterhalten zu müssen, weil es andere ja auch machen, unterschätzt, welche Chancen sich damit verbinden. Wer den Aufbau der eigenen Seite als lästigen Mehraufwand betrachtet, auf den man am liebsten verzichten würde, verkennt die vielen hilfreichen Möglichkeiten, die dieses Instrument der Selbstdarstellung mit sich bringt.

Ihre Webseite ist eben nicht nur ihre „Visitenkarte“, sondern kann auch ihr Werbespot sein, ihr Konzertauftritt, die Präsentation ihrer Persönlichkeit, ihr Pressesprecher, ihr Manager oder ihre Verkaufsstelle für CDs oder Konzerttickets. Dabei ist es eben wichtig, die multimedialen Möglichkeiten einer Internetpräsenz auch optimal auszuschöpfen. Betrachten Sie eine Webseite als multifunktionales Instrument, dass Ihre Karriere deutlich unterstützen kann.

Wenngleich eine Webpräsenz heute ein Muss ist, bedeutet das nicht umgekehrt, dass eine schlechte Webseite besser ist als keine Webseite. Eine dilettantische, inhaltlich oder technisch veraltete oder unansehnliche Homepage kann Ihnen sogar schaden. Suchen Sie daher nicht hektisch nach dem Schnellschuss, der Sie ins Internet bringt, sondern wählen Sie eine auch für Sie selbst zufriedenstellende optische, technische und inhaltliche Lösung. Die Interpretation eines Musikstücks sollte schließlich auch nicht nur wiedererkennbar sein, sondern sie sollte den Zuhörer begeistern und für Sie einnehmen. Wenden Sie Ihren musikalischen Anspruch ganz einfach auch beim Projekt Webauftritt an, dann sind Sie auf einem richtigen Weg.

Keine falsche Bescheidenheit!

Bevor man mit der Planung einer Webseite beginnt, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass eine Webpräsenz nicht nur ein Mittel der Selbstdarstellung, sondern auch ein Marketing-Instrument ist. Die Webseite arbeitet als Presseabteilung ebenso wie als Vertriebsleiter für Sie. Das mag in den Ohren eines Künstlers, eines klassischen Musikers, ungewohnt, ja möglicherweise anstößig klingen, doch wenn Sie die Universitäten, Akademien oder Konservatorien verlassen, betreten sie den unerbittlichen Markt. Hier reicht es nicht, dass Sie sich selbst für talentiert, kompetent und virtuos halten – Sie müssen auch andere davon überzeugen. Vor allem jene, die noch nicht in Ihren Konzerten waren oder Ihre CD gehört haben. Und gleichgültig wer Ihre Webseite besucht – ob Veranstalter, Agent, Label-Chef oder Musikliebhaber – jeden können Sie mit einer Webpräsenz davon überzeugen, dass es sich definitiv lohnt, sich für Sie und Ihre Musikdarstellung zu interessieren. Dazu braucht es mehr als nur ein nettes Foto und eine imposante Vita, aber auch nicht unbedingt eine teure Marketing-Agentur. Wichtig ist, dass man seine Wettbewerbsvorteile, seine Alleinstellungsmerkmale kennt und sie auf der Seite sichtbar macht.

Teamwork & Timing

Natürlich können Sie, wenn es Ihr Budget zulässt, eine Webagentur engagieren, die Ihnen dann ohne Ihr weiteres Zutun einen kompletten Internetauftritt baut. Doch wirklich zu empfehlen ist das nicht. Machen Sie sich mit dem Gedanken vertraut, dass die Entwicklung und der Aufbau einer Internetseite Teamwork ist. Im Idealfall sind Sie von Beginn bis Onlinelaunch an der Entstehung beteiligt. In der Regel sind Sie es, der die Textbeiträge erstellt und der entscheidet, welche künstlerischen Aspekte Sie in den Mittelpunkt stellen möchten, während der Webdesigner Ihnen ein Layout und etwaige interaktive Zusatzmodule vorschlägt.

Trauen Sie sich eigene Texte nicht zu, oder fehlt Ihnen die Zeit, sie zu schreiben? Dann sollten Sie über einen Texter nachdenken. Beachten Sie dabei, dass er ein Feeling für Ihr Metier haben sollte und dass Sie auch einem Texter zunächst viele Informationen über sich bereitstellen müssen, damit er effizient arbeiten kann.

Aus dem oben Gesagten ergibt sich die Notwendigkeit, sich mit dem Webdesigner über eine genaue Vorgehensweise zu verständigen. Je genauer festgelegt wird, wer sich um was kümmert, umso zügiger kann die Seite fertiggestellt werden. Eine „Roadmap“ mit Deadlines hilft, das Ziel schneller zu erreichen. Es muss Hand in Hand gearbeitet werden, mit einem klaren Ziel vor Augen, sonst kann es geschehen, dass sich der Launch einer Seite sehr lange hinzieht. Kommunizieren Sie eindeutig und vergewissern Sie sich, welche Arbeit Sie wann einbringen müssen.

Seien Sie grundsätzlich offen für Vorschläge, die Ihnen zunächst nicht einleuchten oder zu kommerziell orientiert wirken. Es kann durchaus auch erfrischend sein, wenn Sie jemand von außen betrachtet. Vielleicht entdecken Sie so Potenziale und Merkmale an sich oder Ihrem „Produkt“, an die Sie nie gedacht haben.

Wer soll meine Seite bauen? Wie viel soll ich investieren?

Wer soll Ihre Webseite bauen? Eine Werbeagentur? Ein selbstständiger Webdesigner? Ein versierter Programmierer? Der Sohn Ihres Kollegen, der das in seiner Freizeit macht? Oder wollen Sie Ihre Seite mit einem Baukastensystem selbst erstellen? – Diese Aufzählung mag zum Teil unprofessionell klingen, aber sie entspricht tatsächlich dem, was vielen Seiten von Freiberuflern und Künstler zugrundeliegt. Und dementsprechend unterschiedlich gewichtet und gelungen sind diese Webauftritte dann auch. Wobei der Grundsatz „je teurer desto professioneller“ nicht zwangsläufig zutreffen muss. Entscheidend ist die richtige Mischung aus Marketing, Design und technischer Solidität sowie Flexibilität.

Über folgende Punkte sollten Sie sich bei Ihrer Entscheidung im Klaren sein:

1.      Wenn Sie Ihre Webseite mit einem Baukastensystem selbst erstellen, wird man das mit großer Wahrscheinlichkeit erkennen können. Zum einen an den eingeschränkten Layout-Möglichkeiten, zum anderen an Copyright-Hinweisen meist im unteren Bereich der Webseite oder im Impressum. Sind Sie ein junger Musiker am Beginn Ihrer Karriere mag das für Ihre Besucher verständlich sein, als renommierter Künstler sollte man sich aber individueller präsentieren.

2.      Beauftragen Sie einen eingefleischten Programmierer, also jemanden, der die technischen Erfordernisse für Webseiten gut kennt und beherrscht, prüfen Sie, wie es um seine Design-Fähigkeiten bestellt ist. Eine technisch perfekte Seite nützt Ihnen wenig, wenn sie nicht attraktiv gestaltet ist.

3.      Umgekehrt bedenken Sie bitte, dass Ihre Seite deutlich teurer wird, wenn Sie einen künstlerisch überzeugenden Designer beauftragen, dessen Designs dann aber noch von einem Programmierer fürs Web umgesetzt werden müssen.

4.      Achten Sie darauf, dass der beauftragte Webdesigner ein Feeling für Ihr Metier hat. Baut er etwa vornehmlich Business-Seiten, dann ist sein Stil vielleicht zu bieder und unauffällig. Programmiert er Seiten für Schnäppchen-Shops oder vornehmlich junges Publikum, sind seine Layouts vielleicht zu schrill.

5.      Schauen Sie sich Seiten von Kollegen an. Das ist – auch grundsätzlich – nicht nur eine gute Anregung für die eigene Seite, sondern Sie könnten von befreundeten Kollegen auch Erfahrungen einholen. Wen haben sie beauftragt? Was haben sie bezahlt? Wie zufrieden sind sie?

6.      Bei der Frage nach den Kosten wird es schwierig. Sicher ist, dass eine Webseite aus dem Baukasten die günstigste Lösung ist, und dass eine große Agentur teuer wird. Konkrete Kosten erfahren Sie bei einer Internetrecherche. Grundsätzlich sollte man eine Webseite nicht als „Möglichst-billig-Projekt“ angehen. Der Internetauftritt ist in aller Regel das Marketinginstrument Nummer Eins. Wer hier schludert, hat möglicherweise nicht nur weniger Erfolg, sondern schadet sich eventuell sogar. Die Empfehlung lautet: Bewegen Sie sich mit Ihrem Budget in der Mitte, wählen Sie ein CMS (siehe unten) und präsentieren Sie nur qualitativ Überzeugendes (Layout, Medien, Texte). Berücksichtigen Sie Folgekosten. Was verlangt Ihr Webdesigner für die Aktualisierung eines Beitrages, Was für eine Wartung der Seite (Backups, Updates)? Was kostet es, für Ihr CMS geschult zu werden?

Wer soll meine Seite besuchen/finden?

Diese Frage wird sehr oft völlig vernachlässigt. Dabei liegt es auf der Hand, dass Sie einen besseren Eindruck machen können, wenn Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben. Wollen Sie einfach nur neue Veranstalter für sich gewinnen, Plattenlabels für sich interessieren? Den Kollegen imponieren? Oder einfach Ihre Fans glücklich machen? Die Erfahrung zeigt, dass sich viele entweder gar nicht im Klaren darüber sind, wen sie ansprechen wollen, oder sie haben eine ganz eingeschränkte Vorstellung, wer ihre Besucher sein werden. Die Kunst dabei ist es, einen Konzertveranstalter mit den für ihn relevanten Informationen zu versehen, aber ebenso begeisterte Musikfreunde oder Konzertbesucher entsprechend zu empfangen. Berücksichtigen Sie also nicht nur eine Besuchergruppe. Schon allein deswegen nicht, weil ein Webauftritt, der sich ganz offensichtlich an verschiedene Personengruppen richtet, einfach professioneller erscheint. Richten Sie eine Presse-Lounge ein für die beruflich Interessierten, präsentieren Sie sich aber auch Ihrem Publikum, das Sie nach einem Konzert oder dem Kauf Ihrer CD gegoogelt hat. Auch wenn Sie am Anfang Ihrer Karriere möglicherweise noch nicht genau wissen, wie Ihr Publikum aussieht: Lassen Sie Ihr Publikum teilhaben an Ihrer künstlerischen Arbeit. Das macht auch Eindruck bei Leuten innerhalb der Branche. Ein Veranstalter wird eher auf Sie aufmerksam, wenn er spürt, dass Ihnen Ihre Zuhörer wichtig sind.

Webseite mit System

Eine der wichtigsten technischen Entscheidungen ist die zwischen einer statischen oder dynamischen Seite. Was das bedeutet ist leicht zu erklären: eine statische Seite wird einmal programmiert und auf den Server geladen. Danach sind Änderungen relativ aufwendig und man braucht Kenntnisse in HTML und anderen Scriptsprachen. Wesentlich komfortabler und zeitgemäßer ist eine dynamische Webseite, auch Content-Management-System (CMS) genannt. Ein CMS ermöglicht es dem Besitzer der Seite, die Inhalte und auch grafische Elemente später jederzeit zu erweitern, zu löschen oder zu bearbeiten. Die Bearbeitungsoberfläche ähnelt dabei meist der von MS-Word oder anderen Textbearbeitungsprogrammen. Somit ist es also deutlich leichter, die Webseite aktuell zu halten und sie auch später noch funktional zu erweitern. Ein CMS ist im Grunde eine Software, die auf dem Server installiert wird. Dann erstellt man ein sogenanntes Template, eine grafische, strukturelle Vorlage, die der gesamten Seite zugrunde liegt. Danach kann man endlos viele Unterseiten anlegen, Navigationsmenüs oder auch interaktive Funktionen einrichten wie Kontaktformulare, Newsletter oder Bildergalerien.

Die Technik hinter einem CMS ist deutlich komplexer aber erheblich leichter zu bedienen. Sie bedarf allerdings auch der Pflege. Backups sollten regelmäßig gemacht und die CMS-Software auf dem neuesten Stand gehalten werden. Auch die Anforderungen an das Hosting sind höher, da Sie beispielsweise eine Datenbank benötigen. Die Systemvoraussetzungen für ein CMS biete aber eigentlich jeder Webhoster heutzutage. Bekannte CMS sind beispielsweise Joomla, Wordpress, Drupal oder Typo3. Alle genannten Systeme sind nicht nur Open Source – also kostenlos –, sondern werden dank einer großen Nutzergemeinschaft ständig aktuell gehalten und weiterentwickelt. Das ist wichtig, damit Ihre Seite nicht nur längerfristig funktionstüchtig bleibt, sondern auch eine komfortable und stabile Bedienoberfläche hat. Meiden Sie kleine namenlose Programme, halten Sie sich an weitverbreitete Produkte wie die oben genannten, sonst stehen Sie irgendwann möglicherweise allein da mit Ihrem exotischen System. Besonders zu empfehlen ist der Alleskönner Joomla mit einer sehr benutzerfreundlichen Oberfläche und das übersichtliche Wordpress.

Flash ist out!

Wenn der Webdesigner Ihres Vertrauens Ihnen eine Seite vorschlägt, die mit filmähnlichen Effekten, Animationen oder sonstigen visuellen Besonderheiten aufwartet, klären Sie sicherheitshalber ab, dass es sich bei der Technik dahinter nicht um Flash handelt. Das ist eine Script-Sprache von Adobe, die vor Jahren das Mittel der Wahl war, um ungewöhnliche, bewegte und auch interaktive Webseiten zu programmieren. Heute sollte man auf Flash verzichten, denn es wird von allen Apple-Geräten schlecht oder – bei Smartphones etwa – überhaupt nicht unterstützt. Vornehmlich, weil es Rechenleistung benötigt, die I-Phones nicht gut liefern können. Aber auch Browser für Windows-Systeme sind manchmal nicht von Vornherein mit dem Flash-Plug-In ausgestattet. Nicht selten ist Flash auch ein beliebtes Einfallstor für Hacker und für Phishing-Schadware. Wenn Sie auf Effekte, Transition oder andere Animationen nicht verzichten wollen, kann man heute Alternativen nutzen. Allerdings sind auch diese nicht frei von Kritik und Problemen.

Mobiler Darstellung

Ein weiterer wichtiger Aspekt Ihrer Seite ist die Kompatibilität mit allen Geräten, die internetfähig sind. Der Anteil an Seitenaufrufen mit Hilfe mobiler Geräte wie Smartphones oder Tablets ist in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen und wird auch weiter massiv zunehmen. Der klassische Desktop-PC wird in Zukunft lediglich im Office und professionellen Multimedia-Bereich seinen Dienst tun. Handliche Touchscreen-Geräte werden zum Internet-Tool der Wahl. Stellen Sie daher unbedingt sicher, dass Ihre Seite auch auf allen mobilen Geräten gut dargestellt sind! Das Schlüsselwort hierzu heißt responsive design. Es bedeutet, dass sich eine Webseite jeder Bildschirmauflösung wie auch jedem Bildschirmformat optimal anpasst. Dies ist heute schon kein besonderes Feature mehr, sondern ein absolutes Muss. Bestehen Sie darauf! Lehnen Sie Lösungen ab, bei denen man zweigleisig fahren will, eine Desktop-Version und eine mobile Version. Der Aufwand, die Seite zu aktualisieren und zu pflegen verdoppelt sich! Responsive Design ist die effizientere und zukunftssicherere Lösung.

Haltbarkeit

Wenn Sie glauben, eine Webseite würde ihr Leben lang intakt bleiben, dann muss ich Sie enttäuschen. Auch ein digitales System hält nicht ewig. Sie nutzt sich natürlich nicht ab wie etwa ein Auto, aber ihre Technik veraltet mit der Zeit zwangsläufig und sie ist auch nicht hundertprozentig davor gefeit beschädigt zu werden. Dazu müssen Sie wissen, dass Ihre Seite nur so gut dargestellt wird, wie es der verwendete Browser zulässt. Auch die Serverplattform, auf der Ihre Seite läuft, wird ständig mit Software-Updates versorgt. Ständig aktualisierte Browser und Server sind notwendig, um vor allem schädlichen Angriffe durch Hacker standhalten zu können. Dieses Wettrüsten kann dazu führen, dass Ihre Seite mit der zugehörigen technischen Umgebung irgendwann nicht mehr korrekt kommunizieren kann. Die Folge könnte eine fehlerhafte Darstellung sein oder schlimmstenfalls eine blank page (weiße Seite).

Bevor Ihre Seite also irgendwann nicht mehr durch den ‚TÜV‘ kommt, lassen Sie sich frühzeitig von Ihrem Webdesigner beraten. Ein rechtzeitiges Systemupdate oder kleine Layout-Anpassungen können deutlich günstiger sein als der Aufbau einer ganz neuen Seite.

Die Domain – Ihre Adresse im weltweiten Netz

Jede Webseite braucht eine Adresse, die sogenannte Domain. Das ist jene Bezeichnung, die hinter dem http:// einer Webadresse steht. Diese Domain wird in der Regel über den Hoster gebucht, der Ihnen den Webspace, also den Platz für Ihre Webseite vermietet. Bei der Wahl des idealen Domain-Namens sollten Sie Folgendes beachten:

1.      Wählen Sie eine möglichst kurze und verständliche Domain, die Sie jemandem leicht zurufen können, und er behält sie im Kopf. Testen Sie Ihre Domain vorab bei Freunden oder Kollegen. Versteht man die Bezeichnung? Kann man sie sich merken? Hat sie mit Ihnen zu tun?

2.      Buchen Sie Ihre Adresse nicht gleich für jede Domain-Endung. Wirken Sie fast ausschließlich im deutschsprachigen Raum, reicht eine .de-Domain. Wollen Sie sich besonders international geben, buchen Sie zusätzlich eine .com-Domain dazu. Mehr brauchen Sie wirklich nicht.

3.      Prüfen Sie, ob Ihre Adresse noch frei ist. Dies können Sie beispielsweise hier (https://www.whois.net) abfragen.

4.      Als Solist empfehle ich Ihnen eine Domain mit Ihrem Namen: www.Vorname-Nachname.de Es ist und bleibt die beste Verbindung zu Ihrer Person, denn Ihr Name wird in der Regel auch anderweitig kommuniziert und weitergegeben. Außerdem lässt sich Ihre Domain so leichter googeln.

5.      Ist Ihr Name schon vergeben, prüfen Sie die Branche, in der Ihr Namensvetter unterwegs ist. Gibt es keine beruflichen Überschneidungen, dann könnten Sie auf eine alternative Domain-Endung ausweichen wie etwa .org oder .net. Beachten Sie aber, dass die Mietgebühr für manche Endungen deutlich höher ist! So kosten manche Endungen das 5 bis 30fache einer günstigen .de-Domain!

6.      Wollen Sie eine schon registrierte Domain dem aktuellen Mieter abkaufen, ist Vorsicht geboten. Bedenken Sie, dass hierfür meist unrealistisch hohe Summen aufgerufen werden! Lassen Sie im Zweifel die Finger davon!

7.      Für den Fall, dass Sie und Ihr künstlerisches Angebot von potenziellen Interessenten über Google gefunden werden muss, man Sie also nicht per Namen eingibt, sondern so etwas wie Cello, Unterricht und Berlin eintippt, wäre über einen zusätzliche Domain-Bezeichnung nachzudenken, die mögliche Google-Suchwörter aufgreift (z.B.: www.cello-untericht-berlin.de).

Bilder, Bilder, Bilder

Für eine erfolgreiche und attraktive Webseite sind überzeugende und technisch einwandfreie Fotos und Grafiken eine absolute Notwendigkeit. Vollkommen gleichgültig, für welches Produkt, für welche Dienstleistung oder für welche Kunst, Idee, Überzeugung Sie im Netz werben wollen – ohne ansprechende Bildbotschaft wird Sie kaum jemand wahrnehmen. Hier einige der wichtigsten Regeln:

1.      Konzertschnappschüsse und private Portraits sind tabu! Besser kein Foto als ein verwackeltes, unscharfes Foto mit unattraktivem Bildaufbau. Ihre Fotos entscheiden eher darüber, wie professionell Ihr Webauftritt wahrgenommen wird, als Ihre Inhalte! Das klingt übertrieben – ist aber leider die Realität.

2.      Kein Hochformat! Zumindest der Großteil der Fotos sollte im Querformat angelegt sein, denn erstens ist ein filmähnliches Format immer spannender, dramatischer, und zweitens finden Querformate leichter Verwendung auf einer Webseite.

3.      Rechnen Sie also unbedingt ein ausreichendes Budget für eine professionelle Fotosession ein. Es muss nicht der teuerste Starfotograf sein, aber jemand, der zum einen natürlich technisch einwandfreie Bilder macht und der andererseits ein Feeling dafür hat, Sie in Szene zu setzen.

4.      Keine Passfoto-Portraits! Denken Sie bei der Bildsprache für Ihre Webseite weniger an eine Bewerbungssituation, sondern viel eher an die Ästhetik eines Kinofilms. Ein Bild von Ihnen soll nicht Ihre Physiognomie oder Attraktivität herüberbringen, sondern Emotionen. Ihre Bilder sollen etwas erzählen, szenisch sein und Gefühle transportieren.

5.      Wenn Sie sich für ein Studio-Shooting entscheiden, achten Sie darauf, dass die Aufnahmen nicht gestellt wirken, nehmen Sie ungewöhnliche aber natürliche Positionen ein, setzen Sie sich auf den Boden oder stehen Sie in der Weite des Raumes. Lassen Sie sich nicht vollkommen ausleuchten, sondern wie in einem Film geheimnisvoll andeuten. Wir wollen weniger wissen, wie Sie aussehen, sondern wer sie sind, was sie fühlen. Sie sind eher schüchtern, von Ihrer äußeren Ausstrahlung nicht überzeugt? Dann sollten Sie dass ruhig berücksichtigen. Drehen Sie sich nicht direkt in die Kamera, schauen Sie zu Boden, verdecken Sie das Gesicht. – Sie sind extrovertiert, temperamentvoll und selbstbewusst? Zeigen Sie es der Kamera! Alles ist besser als ein langweiliges aber hübsches Dreiviertel- oder Frontalportrait.

6.      Inszenieren Sie sich! Suchen Sie mit dem Fotografen nach einer reizvollen Umgebung, einer ungewöhnlichen Location. Dabei muss es nicht immer der obligatorische Konzertsaal sein. Kontrastieren Sie Ihre künstlerische Identität, das Festliche Ihrer Musik einfach mal mit etwas ganz anderem, Alltäglichen oder gar Hässlichem. Eine verfallene Kirchenruine, der Bahnsteig eines Bahnhofs oder in karger Natur.

7.      Actionfotos! Eines der schwierigsten Unterfangen ist ein gelungenes Fotos, das Sie ‚bei der Arbeit‘ zeigt. Nicht selten ist Ihr Gesicht angespannt, besonders bei Musikern mit Blasinstrumenten oder Sängern oft unvorteilhaft anzuschauen. Hier gilt: besser etwas nachstellen als ein unvorteilhaftes, authentisches Bild verwenden. Auch möglich sind Motive rund um den ‚Arbeitsprozess‘, beim Studieren der Partitur, in Pausen, oder im intensiven Gespräch mit Kollegen.

8.      Motiv-Vielfalt: Setzen Sie nicht mehrere Bilder mit ähnlichem Motiv auf Ihre Seite, es sei denn es handelt sich inhaltlich um eine Art Serie. Zeigen Sie stattdessen die Vielfalt Ihres künstlerischen Lebens und Wirkens.

9.      Aktualität: lassen Sie Ihre Bilder nicht veralten. In groben Zeitabständen sollten Sie frische Bilder veröffentlichen, sonst vermuten die Besucher bei Ihnen Stillstand.

Wichtig: Klären Sie bei der Verwendung von Fotos immer, ob ein Copyright-Hinweis erbeten oder verlangt wird! Wo muss der Hinweis erscheinen? Auf oder unter dem Foto? Oder reicht eine Erwähnung im Impressum (z. B. bei der Verwendung von Bildern aus Online-Fotoarchiven wie Fotolia o. Ä.) Respektieren Sie die Rechte Ihres Fotografen!

Content – ein hässliches Wort

Aufgrund meiner langjährigen beruflichen Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass das Erstellen des sogenannten Contents einer Seite mit Abstand der größte Kraftakt eines Webprojektes darstellt. Wenn das Layout, die Technik und alle grafischen Elemente längst bis ins Detail ausgearbeitet sind, beginnt in der Regel der zähe Prozess, die eigentlichen Inhalte einer Seite zu generieren. Die Form steht, der Inhalt fehlt. Texte schreiben macht Arbeit, ist mühselig und zeitraubend. Hinzu kommt, dass es nicht immer leicht ist, über sich selbst und sein künstlerisches Schaffen zu sprechen. Schon die Frage, was alles auf einer Seite stehen sollte und was nicht, bereitet manche Schwierigkeiten. Und zu guter Letzt kann es auch sein, dass Ihre Karriere erst ganz am Anfang steht, und sie noch ein völlig unbeschriebenes Blatt sind. Was tun, wenn es darum geht, Inhalte zu verfassen, die Ihnen nicht nur gerecht werden, sondern die Ihre potenziellen Besucher auch tatsächlich interessieren. Vielleicht helfen Ihnen die folgenden Tipps:

1.      Schreiben Sie keinen 20-seitigen Aufsatz, sondern teilen Sie Ihren Inhalt in kleine interessante Häppchen auf. Die nackte Wahrheit ist, dass wir – völlig unabhängig von Bildung und Sozialstatus – extrem lese-faul sind, wenn wir im Internet unterwegs sind. Wir erwarten heute, dass man uns Informationen in ‚schmackhaften‘ Portionen serviert. Texte von 20 Zeilen können schon ausreichen, vorausgesetzt sie sind griffig und pointiert geschrieben.

2.      Tragen Sie alles zusammen, was irgendwie mit Ihrem Schaffen zusammenhängt. Hierzu gehören nicht nur eine ansprechende Biografie und Ihre positiven Kritiken, sondern auf Konzertberichte, Handzettel, Hintergrundinformationen zu Werken und Komponisten Ihres Repertoires oder zu Ihrem möglicherweise außergewöhnlichen Instrument. Sie werden sich wundern, wie viele interessante Geschichten sich in all diesen Aspekten finden lassen. Welches musikalische ‚Glaubensbekenntnis‘ haben Sie? Was sind Ihre beruflichen Leidenschaften?

3.      Keine Willkommenstexte! Verzichten Sie bitte auf einen Text, in dem Sie Ihre Besucher auf der Webseite willkommen heißen. Das ist mittlerweile nicht nur verpönt und völlig aus der Mode, es wirkt in der Regel auch relativ unprofessionell und zu privat.

4.      Betrachten Sie Ihre Webseite als ein journalistisches Medium: je glaubwürdiger eine Seite auftritt, umso mehr wird sie von der Usern akzeptiert und geschätzt. Wenn Sie also aus allen Rohren mit Eigenlob und Werbeslogans schießen, wird man Ihren Auftritt auch für reine Werbung halten. Hat Ihre Webpage aber den Charakter eines Fachmagazins oder einer Themenseite, dann wächst Ihre Akzeptanz. Lassen Sie, wenn möglich, andere für sich sprechen (Zitate). Zeigen Sie, dass Sie informieren, sich nicht anpreisen oder etwas verkaufen wollen. Bevormunden Sie Ihre Besucher nicht und wählen Sie eine Sprache, die jeder versteht. Wenn Sie sich damit wohler fühlen, schreiben Sie in der ersten Person über sich.

5.      Die Texte können aber auch in der dritten Person verfasst sein, so als habe jemand über Sie geschrieben. Das wirkt dann journalistischer und objektiver. Aber halten Sie Ihre Perspektive konsequent durch.

Leicht verderblicher Content

Der Großteil Ihrer Inhalte mag zeitlos sein. Doch viele inhaltliche Elemente tragen möglicherweise ein Verfallsdatum! Das ist grundsätzlich nichts Schlimmes, wird aber dann problematisch, wenn diese Inhalte nicht rechtzeitig aktualisiert oder entfernt werden. Hierzu gehören alle Texte, die zeitlich definierbare Ereignisse ansprechen: Konzerte, CD-Releases, Studioaufnahmen, Tourneen, etc. Auch wenn Sie einen Terminkalender auf Ihrer Seite führen wollen, droht dasselbe Problem: Ihre Seite wirkt alt, verwaist, vergessen, wenn sie längst abgelaufene Ereignisse ankündigt. So, wie Sie heute auch keine E-Mail erst nach einer Woche beantworten können, darf auch eine Webseite nicht den Eindruck machen, sie sei vor vielen Monaten das letzte Mal bearbeitet worden. Die Zeitzone im Internet ist JETZT!

Um dieses Problem in den Griff zu bekommen haben Sie zwei Möglichkeiten:

1.      Sie verzichten weitestgehend auf inhaltliche Elemente, die veralten könnten. Keine News-Rubrik, kein Terminkalender, keine Newsletter-Angebote, keinerlei zeitliche Bezüge. So entgehen Sie dem Problem, Ihre Seite wirkt nun aber auch relativ ‚entrückt‘. Auch dürfen Sie weniger damit rechnen, dass sie wiederholt besucht wird.

2.      Sie treffen schon bei der Planung Ihrer Seite die klare Entscheidung, Ihre Seite inhaltlich zu pflegen oder pflegen zu lassen und sind sich dabei im Klaren darüber, dass dies Arbeit nach sich zieht. In diesem Fall ist natürlich dringend ein CMS anzuraten. Denn dann können Sie beispielweise für einzelne Texte einen Veröffentlichungszeitraum definieren. Ist dieser abgelaufen, verschwindet der Text automatisch. Auch ein Kalendermodul kann so konfiguriert werden, dass abgelaufene Termine von selbst verschwinden. Aber wohlgemerkt, diese Maßnahmen entheben Sie leider nicht der Pflicht, für neue Aktualitäten zu sorgen.

Für welche Strategie Sie sich entscheiden, hängt letztendlich ganz banal davon ab, wie zahlreich in Ihrem Berufsleben Aktualitäten anfallen. Nur wenn Sie wenigstens einmal in drei Monat etwas zu melden haben, sollten Sie als Berufsmusiker, Solist, Dirigent oder Ensemble über einen Newsbereich nachdenken. Auch sollten Sie überlegen, ob Sie bereit dazu sind, den Mehraufwand zu leisten.

Ihre Startseite – der Fuß in der Tür

Möglicherweise ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die Startseite eines Webauftritts besonders umfangreich gestaltet wird. Sie wirken oft wie das Cover eines Magazins, voller Ankündigungen, Teaser oder kleiner Hinweise auf weitere Inhalte. Diese Strategie dient vornehmlich dazu, jene Besucher auf der Seite zu halten, die eigentlich nicht explizit nach Ihnen gesucht haben, aber anhand der eingetippten Suchbegriffe unter anderem bei Ihnen gelandet sind. Jemand hat den Namen Ihres Instruments eingegeben, den eines Komponisten oder eines Werkes, dass Sie im Repertoire haben, vielleicht einfach nur Ihren Nachnamen. Bevor Sie nun solche Besucher einfach als Irrläufer abtun, sei Ihnen gesagt: dass wäre ein fataler Fehler! Mag sein, dass sich unter diesen ‚Irrläufern‘ etliche befinden, die etwas ganz anderes gesucht haben als Ihre Seite. Doch es ist ebenso wahrscheinlich, dass sich diese User grundsätzlich für klassische Musik, für Ihr Instrument oder Ihren Lieblingskomponisten interessieren. Warum also nicht neue berufliche Kontakte knüpfen, neue Konzertbesucher oder CD-Käufer finden? Hinzu kommt, dass sie im sogenannten Google-Ranking aufsteigen, wenn bestimmte Schlüsselbegriffe eingegeben werden. Wäre es nicht wünschenswert, an erster Stelle zu erscheinen, wenn User nach Ihrem Instrument oder Repertoire suchen? Und nicht ein Kollege mit ähnlichem künstlerischem Profil? Um jene, die gezielt nach Ihnen suchen, müssen Sie sich eigentlich nicht kümmern, aber um jene, die Sie neu für sich gewinnen könnten. Daher gestaltet man häufig eine Startseite, die jene vermeintlichen Irrläufer auffängt, ihnen Anreize gibt, länger auf der Seite zu verweilen. Kurze Teaser, ansprechende Bildmotive oder interessante Überschriften, die die Neugier wecken, verschaffen Ihnen möglicherweise ein neues Publikum. Aber auch ein Veranstalter mag im Netz ‚unterwegs‘ sein. Auf der Suche nach Ihnen!

SEO – die Magie des „Gefundenwerdens“

Eine Webseite allein verschafft Ihnen noch keinerlei Traffic (Besuche auf der Webseite). Vor allem jene User, die – wie oben beschrieben – noch gar nicht wissen, dass sie Sie suchen, müssen erst irgendwie auf Sie aufmerksam werden. Ihr Webauftritt müsste bei Google möglichst weit oben gelistet sein, wenn für Ihr Thema relevante Begriffe gesucht werden. Damit man Ihre mit viel Mühe gebaute Webseite also in den Weiten des Netzes überhaupt findet, muss sie für Suchmaschinen optimiert sein.

Die damit verbundene Strategie nennt der Fachmann search engine optimization (SEO). Dahinter verbirgt sich keine komplizierte Technik, sondern eigentlich eine recht simple Maßnahme, die berücksichtigt, wie Webseiten überhaupt bei Google gelistet werden. Dies geschieht durch ein automatisches Script, dass eine Webseite nach hervorgehobenen und wiederkehrenden Begriffen durchforstet, um die Seite dann inhaltlich einzusortieren. Um Ihre Seite für Google zu optimieren sind folgende Schritt empfehlenswert, und fallen – weil inhaltlicher Natur – durchaus in Ihren Aufgabenbereich und nicht allein in den Ihres Wegdesigners oder Programmierers.

1.      Fragen Sie sich, welche Begriffe jemand googeln würde, um alles rund um Ihr Metier zu erforschen. (Instrumente, bevorzugte Komponisten, Hauptwerke, CD-Titel, Mitwirkende, Konzertevents, Spielweisen, historische Bezüge, Klassifizierungen, Veranstaltungsorte, Festivals, Auszeichnungen und Preisverleihungen, etc.) Fragen Sie andere Musikinteressierte, welche Begriffe sie googeln. Nutzen Sie SEO-Tools (Software, Portale), die Ihre Begriffe testen, oder lassen Sie das Ihren Webdesigner machen. Schreiben Sie alle Begriffe auf.

2.      Überlegen Sie, wo Sie auf Ihrer Seite diese Begriffe in Ihre Inhalte einbauen können. Nutzen Sie nicht alle wichtigen Schlüsselwörter auf allen Seiten. Verteilen Sie diese auf unterschiedliche Seiten, damit Google registriert, dass Sie unterschiedliche Schwerpunkte auf unterschiedlichen Seiten haben. Monothematische Seiten sind Google ebenso suspekt wie zu viele verschiedene Schlüsselbegriffe, die auf allen Seiten auftauchen. Wählen Sie vor allem Menüpunkte, Seitentitel, Überschriften und Sub-Überschriften für Ihre Schlüsselbegriffe, weil diese von Google besonders bewertet werden.

3.      Formulieren Sie für Ihren Gesamtauftritt eine Meta-Beschreibung. Das ist ein Satz, der neben Ihrem Suchergebnis auftaucht und der das Thema Ihrer Seite beschreibt. Hinzu kommt noch eine Liste von Meta-Begriffen, die Ihre Seite beschreiben. Also z. B.: Dorothee Oberlinger – Blockflötensolistin und Professorin für Blockflöte an der Universität Mozarteum Salzburg. Mitglied zahlreicher Ensembles … Metabegriffe: Oberlinger, Dorothee, Blockflöte, Blockflötistin, Flötistin, Flöte, Mozarteum…

4.      Nutzen Sie Querverweise auf Ihre Domain. Kennen Sie andere Kollegen oder haben Sie branchennahe Kontakte, dann bieten Sie an, dass Sie einen Link auf deren Seite setzen, wenn man auch zu Ihrer Seite verlinkt. Das bringt Ihnen bei Google ein besseres Ranking.

5.      Berücksichtigen Sie, dass Schrift auf Bilddateien von Google nicht gelesen werden kann.

Sind Sie der Meinung, Ihre Seite braucht bei Google nicht an oberster Stelle erscheinen, weil Sie sich nicht in Konkurrenz mit anderen Musikern empfinden und eigentlich nur von jenen gefunden werden müssen, die genau Ihre Seite suchen? Dann ehrt Sie zwar Ihre Bescheidenheit, doch seien Sie sich darüber bewusst, dass Sie damit Ihre Chancen ignorieren, deutlich mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Stellen Sie sich einfach vor, jemand hat Sie bei einem Konzert erlebt und sucht jetzt Infos über Sie im Netz. Er hat aber Ihren Namen vergessen. Bekannt ist nur noch, dass Sie Violine spielen, Solist sind und gerade ein bestimmtes Concerto von Vivaldi aufgenommen haben. Sind die entsprechenden Schlüsselbegriffe auf Ihren Seiten in Überschriften oder Menüpunkten vorhanden, wird man wenig Mühe haben, Sie rasch zu finden. Andernfalls aber findet man dann möglicherweise einige andere Solisten und wird Sie vielleicht vergessen. Welche Begriffe genau für Sie wichtig und bezeichnend sind, dass können Sie mit Hilfe eines versierten Web-Profis herausfinden. Er besitzt Tools, mit denen er testen kann, welche Begriffe Sie nach vorne bringen.

Sicherlich, es gibt noch weitere, auch kostenpflichtige Angebote von Google und anderen Anbietern, die dafür sorgen können, Sie im Ranking nach oben zu bringen. Doch die kostenlose Methode des richtigen Wordings ist solide und auf Dauer ebenfalls effektiv.

Welche Inhalte sollten Sie auf Ihrer Webseite präsentieren?

Fragen Sie sich zunächst, was alles an Inhalten in Frage kommen könnte. Als Musiker wären das hauptsächlich eine Vita, eine Discografie, hochwertige Audio- oder auch Video-Beispiele, Konzerttermine und Kritiken.

VITA: Ihr Lebenslauf sollte möglichst prägnant und immer auf dem aktuellen Stand sein. Bieten Sie am besten eine Kurzversion mit ca. 1500 Zeichen zum Download an und eine längere Version mit ca. 3500 Zeichen. Die Kurzversion sollte auch auf der Seite direkt lesbar sein.

DISKOGRAFIE: Präsentieren Sie Ihre Einspielungen mit möglichst vielen Details und Bildern. Je attraktiver eine CD vorgestellt wird, umso bedeutender erscheint sie dem Besucher. Vermeiden Sie Cover in Briefmarkengröße! Nutzen Sie, wenn rechtlich möglich, Bildmaterial aus dem Booklet oder aus Konzerten. Vergessen Sie die Erwähnung prominenter Mitwirkender nicht und garnieren Sie die Detailseite einer CD mit zwei bis drei gut gewählten Zitaten aus den besten Kritiken, die sie vorweisen können. Belassen Sie es aber wirklich nur bei ein paar prägnanten Sätzen!

KRITIKEN: Bei der Veröffentlichung von kompletten Artikeln über Sie oder Ihre Arbeit ist zunächst Vorsicht geboten! Solche Texte unterliegen dem Copyright-Schutz. Klären Sie vor einem Abdruck auf Ihrer Homepage, ob man Ihnen eine Veröffentlichung gestattet. Und denken Sie daran, Fremdtexte mit einer Quellangabe zu versehen.

AUDIO-BEISPIELE: Auch hier sollten Sie unbedingt abklären, in wie weit Sie Musikstücke abspielen dürfen. Oft ist es sogar sinnvoller, auf die Seite des Vertreibers zu verlinken, denn dort kann man meist nicht nur Ausschnitte aus der CD anhören, man kann sie dort auch direkt kaufen! Vermeiden Sie unbedingt qualitativ suboptimale Amateuraufnahmen! Sie schaden Ihnen mehr, als sie Ihnen nützen.

VIDEOS: Sind professionelle Videoaufnahmen von Konzerten oder Interviews greifbar? Setzen Sie diese selbstverständlich als Werbemittel ein. Dazu sollten Sie die Videos möglichst direkt auf der Seite einbetten und nicht nur zu einem Videoportal verlinken (Youtube, Vimeo, etc.). Sonst leiten Sie Ihre Besucher weg von Ihrer Webpräsenz. Wichtig: Videoaufnahmen sollten nicht nur optisch einwandfrei sein, sondern auch beste Tonqualität haben! Und: Verzichten Sie auf alle Videos, die keine überzeugende Qualität vorweisen können!

KONZERTTERMINE: Haben Sie Konzerttermine anzubieten, sollten Sie auf diese Ereignisse hinweisen. Sie zeigen schließlich, dass Sie gefragt sind. Sind solche Termine eher selten, verzichten Sie besser auf eine Kalender-Darstellung. Werben Sie für solche Ereignisse mit einer kurzen Ankündigung auf der Startseite. Machen Sie es potentiellen Interessenten einfach: verlinken Sie, wenn möglich, zum Veranstalter oder Ticketshop. Achten Sie des Weiteren darauf, das abgelaufenen Termine von Ihrer Seite wieder verschwinden. Sonst wirkt Ihre Seite vernachlässigt.

KONTAKFORMULAR und IMPRESSUM: Ein Kontaktformular sollte eine absolute Selbstverständlichkeit sein. Ihr Besucher kann sofort seinen Betreff und seinen Text eingeben und die Nachricht mit einem Klick an Sie abschicken. Vermeiden Sie, wenn irgend möglich, die Einblendung Ihrer Email-Adresse! Sie öffnen so E-Mail-Hijackern Tür und Tor, und Sie werden bald schon mit Spam-Mail zugemüllt. Auch empfiehlt sich eine CAPTCHA-Abfrage. Das ist meist ein Bild mit einer Reihe von Buchstaben oder Zahlen, die der User dann in ein Formularfeld übertragen muss. Dass stellt einigermaßen sicher, dass ein echter Mensch am Werk ist und kein Roboterscript, dass Böses im Schilde führt. Vermeiden Sie statt eines Formulars einen sogenannten Mailto-Link zu setzen, der dann das Emailprogramm des Users aufruft und dort Ihre Zieladresse einträgt. Bestehen Sie auf ein solides Formular. Noch ein Tipp: vermeiden Sie unbedingt E-Mail-Adressen wie GMX, Hotmail oder Googlemail! Das wirkt einfach unprofessionell. Nehmen Sie den Präfix Ihrer Domain und wählen Sie vor dem @ ein Wort, dass eventuell nicht standardmäßig verwendet wird. Also kein info@ oder mail@. So können Sie unnötige Spam-Mail vermeiden, weil Hacker oftmals einfach Ihre Domain mit Standard-Präfix ausprobieren.

Ein Impressum ist nicht nur wichtig, es ist auch Pflicht! Ein fehlendes oder fehlerhaftes Impressum kann von windigen Medienanwälten abgemahnt werden. Das könnte unter Umständen teuer für Sie werden. Was Sie alles angeben müssen und was Sie nicht angeben müssen, richtet sich nach der Art Ihres Gewerbes (ist für Musiker weniger wichtig), Ihres Inhaltes (Shop oder Abfrage von Userdaten z. B.) und nach etwaigen Plug-Ins, die das Verhalten Ihrer Besucher protokolliert (Google Analytics z. B.). Besprechen Sie die für Ihre Seite erforderlichen Angaben mit Ihrem Webdesigner genau ab.

Das Wichtigste ist auf alle Fälle die Nennung eines Verantwortlichen für die Webseite samt ihrer Inhalte mit Namen und Adresse, so wie es laut Telemediengesetz (TMG) §5 vorgeschrieben ist. Dazu ein Tipp: Wenn Sie es vermeiden möchten, eine Privatadresse oder –Telefonnummer anzugeben, überlegen Sie, ob Sie entweder ein öffentliche Adresse angeben können (Büro- oder Lehranstaltsadresse), ein Management-Adresse angeben, oder ob eine Person mit einer öffentlichen Adresse die Verantwortung übernimmt. Wer auch immer genannt wird, ist aber auch juristisch verantwortlich! Achten Sie darauf, dass Ihr Impressum auf jeder Unterseite über die Navigation aufrufbar ist.

Sie stehen erst am Anfang Ihrer Karriere?

Sind Sie beruflich schon einige Zeit tätig, hat sich diesbezüglich sicher schon einiges angesammelt und Sie können aus dem Vollen schöpfen. Stehen Sie erst am Anfang Ihrer Karriere, dann müssen Sie möglicherweise eine andere Strategie verfolgen.

In diesem Fall sollten Sie sich auf das konzentrieren, was Ihre Musiker-Persönlichkeit ausmacht. Was ist das Besondere an Ihrem Werdegang? Besondere Lehrer, besondere musikalische Vorlieben? Gibt es eine ungewöhnliche Geschichte, wie Sie zur Musik gekommen sind? Haben Sie eine ganz eigene Vorliebe für bestimmte Komponisten, Musikepochen, Musikstile, Musikformate? Gibt es etwas Interessantes zu erzählen über ihr Instrument? Hat es ein bedeutender Instrumentenbauer gefertigt? Ist es besonders alt? Hatte es berühmte Vorbesitzer?

Versuchen Sie all diese Aspekte in ein oder zwei griffigen Texten niederzuschreiben. Auch als Neuling können Sie sich von der Masse der Künstler abheben, wenn es Ihnen gelingt, sich als individuelle Persönlichkeit ins Bild zu setzen. Dabei geht es aber weniger um eine Lobeshymne auf sich selbst, Name-Dropping oder andere Superlative. Wichtig ist, dass Sie für Ihre Besucher unverwechselbar werden. Meiden Sie langweilige, nichtssagende Portraitfotos (siehe Kapitel FOTOS), zeigen Sie Ihr Temperament. Agil, vital, lebhaft, nachdenklich, konzentriert, still, zurückhalten, albern, verspielt, ernsthaft, bescheiden – so lange es nicht peinlich oder zu privat wirkt, ist alles besser als neutrale Portraits.

Formulieren Sie – gerade als junger Musiker - Ihre beruflichen und künstlerischen Ziele und Überzeugungen. Tun Sie dies aber nicht in Form einer Bewerbung, sondern stellen Sie sich vor, Sie geben ein Interview. Bekennen Sie Ihre musikalischen Leidenschaften. Für was brennen Sie? Nichts ist langweiliger als ein Musiker, dem es im Grunde egal ist, was er spielt, wie er es spielt oder für wenn er spielt. Suchen Sie nach ihrem ganz eigenen Profil und beschreiben Sie es mit persönlichen Worten ohne dabei zu privat zu werden.

Das Menü am Horizont

Jede Webseite braucht selbstverständlich eine Navigation. Diese sollte allumfassend, leicht auffindbar und auf jeder Unterseite vorhanden sein. Am geeignetsten ist dazu ein horizontales Menü, das beim Mouseover bei Bedarf aufklappt und sich verzweigen kann. Das ist übersichtlich und doch platzsparend. Vermeiden Sie dennoch zu komplexe Menüs mit unzähligen Unterpunkten. Gut wäre es, wenn angewählte Menüpunkte sich farblich anders darstellen, so dass man immer weiß, wo man gerade ist. Auch sollte ein Home-Menüpunkt selbstverständlich sein. Als Bezeichnungen sollten Sie klare und knappe Begriffe wählen.

Eine gute Regel ist es, alle Inhalte durch einen Menüpunkt erreichbar zu machen. Das klingt erstmal selbstverständlich, doch man erlebt es immer wieder, dass ein Link in einem Text auf eine andere Seite verweist, die nicht durch einen Menüpunkt repräsentiert wird. Eine solche Seite kann oft nur sehr schwer wiedergefunden werden.

Mehrsprachigkeit

Eine zusätzliche englische Seite etwa bedeutet einen Mehraufwand und zusätzliche Kosten. Wer sich zunächst fast nur auf dem deutschen „Markt“ bewegt, kann diesen zusätzlichen Aufwand erst einmal getrost vertagen. Kommen Sie um eine zusätzliche Sprache nicht rum, so ist Ihnen dringend ein CMS anzuraten, denn Systeme wie etwa Joomla haben die Möglichkeit zur Mehrsprachigkeit praktisch schon eingebaut. Dadurch ist es möglich, dass der User auf jeder Seite die Möglichkeit erhält, genau den Inhalt, den er gerade sieht, bezüglich der Sprache umzustellen. Vermeiden Sie, wenn möglich, eine zusätzliche Installation eines weiteren CMS oder eine pure HTML-Seite. Der Wartungsaufwand steigt dadurch deutlich. Achten Sie auf eine möglichst saubere Übersetzung und eine passende Sprachregion (englisch: britisch, amerikanisch oder international?). Unterlassen Sie bitte jede Art von automatischer Übersetzung durch Google oder Andere! Im Internet werden heute schon recht günstige Übersetzungen durch echte Natives angeboten. Manchmal kann man dort sogar die angebotenen Leistungen testen.

Zum Schluss

Egal, wen Sie mit dem Bau Ihrer Seite beauftragen möchten, achten Sie darauf, dass man Sie und Ihr Schaffen in seinen einzelnen Facetten und Eigenheiten auch wirklich wahrnimmt. Werden Sie als der wahrgenommen, der Sie sind, oder will man Ihnen ein fremdes Image ‚unterjubeln‘? Eine starke, weil spürbare Identität bleibt eines der wichtigsten Elemente Ihrer Marketingstrategie. Auch auf einer Webseite soll ihre unverwechselbare Künstler-Persönlichkeit erkennbar werden. Hinter jedem überzeugenden Künstler steht meist eine Geschichte, ein Narrativ, das uns fesselt.

Anderseits vermeiden Sie aber auch einen zu privaten Blick auf Ihre Person. Texte mit zu privaten oder Musik-fremden Themen, Bilder Ihrer Kinder oder Urlaubsfotos haben auf einer professionellen Webseite nichts verloren. Geburtstagsgrüße sind ebenso fehl am Platz wie etwa ein Tagebuch-ähnlicher Blog über Ihr Familienleben. (Das kommt leider alles vor.)

Vergleichen Sie andere Seiten von Musikern. Seiten, die Ihnen gefallen, sind immer eine gute Anregung, wenn Sie mit einem Webdesigner über Ihre Vorstellungen sprechen. Fragen Sie sich dabei: Welche wirkt zeitgemäß, ästhetisch ansprechend und bietet Informationen, die Sie gerne lesen? Und bedenken Sie: Webseiten sind - wie beinahe alles heute - Moden unterworfen. Bestimmte Farben oder Gimmicks kommen und gehen. Gehen Sie grundsätzlich davon aus, dass Sie nach etwa 3 bis 4 Jahren ein neues Layout brauchen, um nicht altmodisch zu wirken. Aber mit eleganten und dezenten Farben, einem klaren, auch für Mobilgeräte geeigneten Layout und hochwertigen Fotos erhöhen Sie die Lebenszeit Ihrer Webseite deutlich.

Lesen Sie unseren Newsletter

Log in

Registrieren
Cron Job starten